Archiv | Projekt Abspecken 2011

Ich kann nicht mehr still sitzen

Es ist schon fast beängstlich, aber seit mich die Sportsucht gepackt hat, kann ich einfach nicht mehr still sitzen. Ich will immer in Bewegung bleiben. Nicht mal im Büro schaff ich es mehr. Früher kein Problem, heute ist es eines.

Ich seh’s dennoch sehr positiv. Ich will weiter in Bewegung bleiben.

C.

Schulsport

In der Schule habe ich Sport gehasst. Was mich daran genervt hat, war, dass Sport in der Schule nicht als “Spass und Entspannung” gemacht wurde, sondern alles unter “Zwang”. Man musste machen was der Lehrer vorschrieb, ob es einem gefällt oder nicht. Und dazu noch diese Noten. Was soll der Quatsch? Sportliche Kinder, die in ihrer Freizeit in Vereinen Fussball spielen oder ähnliches, haben von vorn herein schon die bessere Ausgangslage und kassieren fast schon automatisch die besseren Noten. Die unsportlicheren kassieren dann nur schlechte Noten.

Aus diesem Grund habe ich mit zunehmenden Alter in der Schule immer wieder Ausreden gefunden um nicht am Schulsport teilzunehmen. War mir wurscht wenn ich ne 6 kassiert hab weil ich nicht teilnahm.

Hier müsste im Schulsystem dringend eine Änderung her! Sport soll Spass machen. Sport soll Erholung und Entspannung vom Schulalltag bringen. Keinen Zwang. Wer Fussball spielen will, soll es tun. Wer lieber laufen will, soll es tun. So müsste Schulsport aussehen. Man kann sicher nicht jedes Kind zum Sport zwingen, aber es sollte zumindest selbst herausfinden können, was ihm Spass macht. Und wenn sich nichts findet, dann soll es halt so sein. Nicht jeder ist für Sport gemacht. Nur die Zwänge und vor allem die Noten und der einhergehende Druck sollte weg!

C.

Meine neue Sucht

Wenn mir früher jemand gesagt hätte, ich würde auf den Geschmack kommen und Sport treiben, den hätte ich eigenhändig in die “Klappse” verfrachtet ;-)

Inzwischen sieht dies anders aus: Sport ist fast wie eine “Sucht” geworden, selbst jetzt noch, knapp 4 Wochen später ist diese “Sucht” nicht verflogen. Eher im Gegenteil, ich habe den Drang zur Bewegung.

In nächster Zukunft werde ich mir eine vernünftige Laufausrüstung zulegen und in freier Natur Walken, evtl. auch schon mit dem Joggen beginnen. Der Drang hierzu ist schon sehr groß, aber ich muss mich hier einfach noch etwas zügeln. Erst muss sich noch einiges tun in Sachen Gewicht.

Momentan betreibe ich nur “Heimsport”, heißt im Endeffekt dass ich statt Walken in freier Natur, Walken auf der Stelle im heimischen Wohnzimmer betreibe. Krafttraining mache ich ebenfalls zu Hause. Hierzu reichen im Moment meine beiden Hanteln und das Theraband. Wie es später aussehen wird, ob ich mir selber weitere Hanteln zulege oder in ein Fitnessstudio, muss ich mir noch überlegen.

Auf jeden Fall kann ich nur eines sagen: diese Sucht ist mir inzwischen die liebste :-)

C.

Regenerationstag

Heute lege ich einen früheren Regenerationstag ein. Bereits am Dienstag nach dem Krafttraining war ich erschöpfter als jemals zuvor. Obwohl ich das Training ganz normal wie immer durchgeführt habe. Auch das Cardiotraining am Mittwoch war im Normalbereich, dennoch schrie mein Körper nach einer Pause. Und diese bekommt er heute auch. Hat er sich verdient.

C.

Mein Trainingsplan

Als Anfänger steht man vor der Herausforderung, einen guten Trainingsplan zu finden, der einem nicht nur gefällt und Spass macht, sondern auch richtig ist.

Zum Abspecken ist es nicht nur wichtig dass überschüssiges Fett abgebaut wird, sondern auch dass man Muskeln aufbauen sollte.

Nach langer Suche sieht mein Plan folgendermaßen aus:

Montag, Mittwoch, Freitag: Cardio (Ausdauertraining, Walken)

Dienstag, Donnerstag, Samstag: Krafttraining

Sonntag: Regenerationstag (Ruhetag)

Die Regenerationstage können auch variieren. So lege ich zum Beispiel heute (Donnerstag) einen Tag ein. Mein Körper verlangt einfach danach und beim Sport ist es besonders wichtig auf seinen Körper zu hören. Ignoriert man die Signale und belastet sich dennoch weiter, schadet es dem Training nur. Im schlimmen Fall verliert man das Interesse am Sport – was natürlich nicht passieren sollte. Daher: immer auf seinen Körper hören und pausieren sobald er danach verlangt.

Wie beim Ernährungsplan: er kann durchaus an der einen oder anderen Stelle verbessert werden. Früher oder später muss ich sowieso diesen Plan ändern.

C.

Mein Ernährungsplan

Nach dem “Umstellungswochenende” begann ich mich in Sachen Ernährung genauer zu informieren. In vielen Foren und Blogs gibt es dazu viele Tipps. Eine spezielle Diät kam demnach eigentlich nicht in Frage. Am Ende stand fest dass ich nur Kalorien zu zählen brauchte. Am Anfang etwas schwierig, aber nach 4 Wochen kein Problem mehr.

Ich versuche am Tag etwa 2000 kcal zu mir zu nehmen. Mal sind’s etwas mehr, mal etwas weniger. Dazu kommt noch mein Training, so dass bei mir immer eine “negative Energiebilanz” (nach Dr. Kurt A. Moosburger) herauskommt.

Im Grunde sieht mein Ernährungsplan so aus:

Morgens (5 Uhr): Frühstück mit Vollkornprodukten oder Müsli / Haferflocken.

Vormittags (8 Uhr): Zwischenmahlzeit, meist Obst, auch Gemüse oder Salat sind dabei.

Mittags (11 Uhr): meistens nur Vollkornprodukte

Nachmittags (15 Uhr): kurz vorm Training noch eine Kleinigkeit (Banane, Joghurt mit Frucht)

Abends (17 / 18 Uhr): Warme Mahlzeit, mit KH und Eiweiß

Spätabends (19 / 20 Uhr): nur dann etwas kleines und leichtes, wenn die Energiebilanz noch nicht passt. Ansonsten nichts mehr.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Pfunde purzeln.

Es ließe sich an diesem Plan sicher noch einiges verbessern, aber solange das Ergebnis stimmt, bleibe ich vorerst dabei.

C.

Aller Anfang ist schwer

Oder auch nicht:

Der Entschluss endlich abzuspecken kam bei mir eigentlich durch Zufall zustande. Wobei Entschluss auch nicht das richtige Wort ist. Ich habe in meinem Leben einfach nur einige Dinge umgestellt und mir neue angewöhnt. Das Abspecken ist eigentlich nur ein angenehmer Nebeneffekt ;-)

Die Umstellung war sogar sehr einfach für mich.

Zum Anfang:

Es war am Wochenende des 16./17. April 2011. Ich befand mich in einer Situation, bei der ich dringend eine Ablenkung brauchte. Die Umstände wie es zu dieser Situation kam, erläutere ich hier nicht, die tun auch nichts zur Sache. Es hatte auch nichts mit mir selbst zu tun. Es waren “externe” Gründe. Ich war quasi furchtbar “genervt” und aufgeregt.

Jedenfalls brauchte ich eine sehr gute Ablenkung, Musik oder ein Computerspiel zu spielen, reichten nicht mehr aus – normalerweise kann ich mich mit guter Musik immer recht schnell ablenken und entspannen. Diesmal klappte aber gar nichts.

So kam es dass ich meine zwei 4kg Hanteln und mein Theraband entdeckte, mir beides schnappte und einfach anfing damit zu trainieren. Auch Übungen ohne Hilfsmittel waren drin. Relativ planlos. Im Nachhinein betrachtet, nachdem ich mich etwas besser in die Thematik eingearbeitet habe, aber gar nicht mal so schlecht.

Auf die Zeit habe ich nicht mal richtig geschaut, aber nach etwa 1 Stunde war ich total fertig. Und abgelenkt!

Nicht nur das, ich hatte ein totales Hoch. Anscheinend wurden durch dieses Training haufenweise Glückshormone ausgeschüttet. Ich verstand warum viele Sportler Spass daran hatten.

Ich war danach wie ausgewechselt. Ich wollte mehr! Ich habe Blut geleckt!

Die nächsten Tage beschäftigte ich mich mehr und mehr mit Trainings- und Ernährungsplänen. Dabei stellte ich fest, dass ich in Sachen Ernährung gar nicht mal auf so viel verzichten musste. Ich kann immer noch essen was mir schmeckt, wenn ich ein paar Dinge dabei beachte, z. B. kalorienarme Produkte verwenden. Ich zähle nur noch die Kalorien und achte darauf, dass ich am Tagesende etwa 2000 kcal habe.

Ein Ziel habe ich mir beim Abspecken nicht direkt gewählt, also Gewicht “x” zum Datum “y”.

Ich werde den Status meines Abspeckprojektes hier immer wieder aktualisieren. Absolute Zahlen werde ich vorerst nicht veröffentlichen, nur relative. Heisst: mein Gewicht selbst bleibt vorerst geheim, nur abgenommenen Kilos werde ich veröffentlichen.

Am Ende, wenn ich mein Wunschgewicht erreicht habe, werde ich die absoluten Zahlen nennen.

C.